Wie jeder körperliche Eingriff ist auch die In Vitro Fertilisation (IVF und
ICSI) mit Risiken verbunden. Das Ziel der Hormontherapie ist ein Heranreifen
mehrerer Eizellen, die durch einen operativen Eingriff aus dem Körper entnommen
werden müssen.
Überstimulationssyndrom
Trotz sorgfältiger Ultraschall- und Serumhormonkontrolle kann es zu einer
Überstimulation kommen. Das sogenannte Überstimulationssyndrom ist mit
einer deutlichen Vergrößerung der Eierstöcke, Unterbauchschmerzen sowie relativ
hohen Östrogenspiegeln verbunden, die zu einer vermehrten Gefäßdurchlässigkeit
und damit zu einem erhöhten Thromboserisiko führen. Diese Symptome sind jedoch
gut zu behandeln und bilden sich wieder vollständig zurück. Unter Umständen muss
die Behandlung auch stationär erfolgen. Im Vordergrund steht hierbei die
Schmerztherapie, die Thromboseverhinderung und das Ausschwemmen der
überschüssigen Gewebeflüssigkeit. Dies kann, insbesondere, wenn eine
Schwangerschaft entstanden ist u.U. auch mehere Wochen andauern. In seiner
schwersten Ausprägung kommt es in < 1 % der Behandlungen vor.
Mehrlingsraten
Um die Erfolgschance des IVF-Verfahrens zu erhöhen, werden meist zwei, maximal drei Embryonen übertragen. Damit ist die Mehrlingsrate gegenüber der normalen Mehrlingsrate erhöht. Von 100 Geburten nach IVF/ oder ICSI sind:
Dem steht eine Häufigkeit von 1,2% Zwillingsgeburten und 0,013 % Drillingsgeburten bei natürlicher Zeugung gegenüber. Mehrlingsschwangerschaften gelten als Risikoschwangerschaften, weil es hierbei häufiger zu vorzeitigen Wehen, Frühgeburtlichkeit und anderen schwangerschaftsbedingten Problemen kommen kann. Drillingsschwangerschaften werden zudem immer per Kaiserschnitt beendet.
Komplikationen bei der Eizellentnahme
Komplikationen bei der Gewinnung der Eizellen werden in ca. 1 % der Behandlungen
beschrieben. Hierzu gehören:
Blutungen Nachblutungen Verletzungen von Blutgefäßen und
umliegenden Organen Infektionen
Unter Umständen muss nach der
Eizellentnahme bei Komplikationen die stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus
erfolgen, operative Folgeeingriffe sind sehr selten (0,18 %).
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